English Breakfast (englisches Frühstück)

Das englische Frühstück ist mehr, als die meisten erwarten: es ist fast schon ein vollständiges Menü mit waren Bestandteilen. Es ist weltweit bekannt auch unter der Bezeichnung „Full Breakfast“ oder „Full Englisch Breakfast“.

Der Hauptteil des englischen Frühstücks besteht aus warmen Gerichten. Dazu gehört traditionellerweise Bacon (knusprig angebratenes Bauchfleisch vom Schwein – oft mit einem Stück Schwarte), ein oder zwei Spiegeleier, gegrillte Tomaten, angebratene Pilze, Toastbrot (üblicherweise mit gesalzener Butter) sowie gebratene Würstchen. Nicht selten sind noch Baked Beans, Hash Browns (Kartoffel-Ecken ähnlich Rösti), Black Pudding oder regional weitere Besonderheiten die Bestandteile des English Breakfast.

Vor, nach oder zum eigentlichen Hauptgang gibt es in vielen Fällen noch vorab Saft (Orangensaft, ggfls. Grapefruit), Frühstücksflocken sowie später Toast mit Orangenmarmelade und englischen Tee oder Kaffee.

Historie des English Breakfast

Das Full Englisch Breakfast datiert sehr weit zurück. Erste Nachweise gibt es bereits um 1300 n. Chr. in England. Die Tradition begann in den Country Houses (englischer Landsitz). Dort lebte der (untitulierte) Landadel, der eine klar abgegrenzte Schicht zwischen gehobenem Bürgertum und niedrigem Adel war und meist von der Verpachtung ihrer Ländereine lebte. Dieses „Gentry“ genannte soziale Klasse legte großen Wert darauf, die angelsächsiche, englisch Tradition zu leben – so eben auch die traditionelle Küche.

Teller mit englischen Frühstück, im Hintergrund als Bestandteil Black Pudding Die Gentry sahen das Frühstück als die wichtigste Mahlzeit des Tages an und der Frühstückstisch war ein Symbol dafür, wie wohlhabend eine Familie war. Mit Fleisch und Gemüse auf dem Frühstücktisch zeigt man so – sowohl für sich selbst als auch für Gäste und Reisende – seinen Wohlstand. Letztendlich erklärt diese Einstellung dann das Entstehen dieser so üppigen Frühstückstradition.

Wirklich populär und über alle Schichten verbreitet wurde diese Art zu frühstücken aber zu Victorianischen Zeiten, also die Zeit von Queen Victoria von 1837 bis 1901, also mit der Industriellen Revolution. Jetzt konnten sich immer mehr leisten, so ausführlich zu frühstücken und sie zeigten das auch auf diesem Wege.

Bis heute aber beziehen traditionelle Engländer Fleisch, Würstchen und das Gemüse aus der lokalen Umgebung und reichten sich nach traditionellen angelsächsischen Rezepten.

Bezugsquellen English Sausages und Bakes Beans

Viele Zutaten zum englischen Frühstück sind auch in vielen anderen Ländern erhältlich. Original englische Würsten (english sausages) sind allerdings in Deutschland kaum zu erhalten. Sie gehören zu einem echten englischen Frühstück aber unbedingt dazu.

Original British Pork Sausages im 6er-Pack liefert der British Corner Shop auch nach Deutschland und weltweit. Alternativ Cumberland Sausages oder Lincolnshire Sausages (jeweils im 6er-Pack) sowie etwas kleinere British Cocktail Sausages vom gleichen Webshop.

Wer die Würstchen gleich in den Baked Beans haben möchte, dem kann man Heinz Baked Beans with Pork Sausages (zu 200 g oder 415 g erhältlich) empfehlen. Bestellung entweder auch bei British Corner Shop oder über amazon.

Bücher zum English Breakfast

Kaum verwunderlich, sind die Bücher zum English Breakfast meist auf English veröffentlicht.

Buch: English Breakfast, Historie und RezepteThe English Breakfast: The Biography of a National Meal with Recipes

Ein Buch, das umfassender kaum sein kann: Historie, Kulturbiographie und natürlich umfassende Rezepte. Hier lernt man eine Traditionsgericht ebenso kennen, wie man nebenbei erfährt, wie der Engländer so tickt (und warum). Und die Tatsache, dass dieses Buch in einem akademischen Verlag erschien lässt erahnen, wie fundiert hier das englische Frühstück behandelt wird. Inklusive Unmengen Rezepten, gerade auch historische.

375 Seiten auf Englisch, Bloomsbury Academic Verlag

 

Buch: Schöne Ideen zum Englischen FrühstückEnglish Breakfast. Die schönsten Ideen rund um das Englische Frühstück

Eines der wenigen deutschsprachigen Bücher zum Englischen Frühstück. Mit vielen Ideen und Anregungen.

144 Seiten

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