Pommes Frites – weltweite Varianten

In heißen Fett frittierte bzw. gebackene, längliche Kartoffelstücke – so könnte man Pommes Frites definieren. Es gibt sie in den verschiedensten Ländern. Je nach Region gibt es aber unterschiedlichste Varianten, auch in welchem Zusammenhang die Pommes Frites in der jeweiligen Küche verwendet werden.

Pommes Frites Varianten in Deutschland

Die typischen Pommes-Varianten in Deutschland sind:

  • Pommes „rot/weiß„: mit Ketchup und Mayonnaise
  • Pommes „Schranke„: wie rot/weiß mit Ketchup und Mayonnaise; ist Anspielung auf die Farben der Bahnschranken und ist typisch für das Ruhrgebiet
  • Pommes „Spezial„: wie rot/weiß mit Ketchup und Mayonnaise aber zusätzlich Zwiebelstückchen; verbreitet hauptsächlich am Niederrhein (siehe auch unten bei Niederlanden, dort ist das auch verbreitet)

Man bestellt übrigens im Rheinland „Fritten“, in Süden Deutschlands „Pommfritt“, eher seltener in Mitte und Süd „Pommfritts“ und in ganz Deutschland „Pommes“.

Pommes Frites Varianten weltweit

Weltweit werden Pommes in den verschiedensten Varianten genossen:

  • Belgien: hier werden die Fritten doppelt fritiert und es gibt meist 10 bis 20 Saucen zur Auswahl; in Belgien wurden die Pommes wohl auch erfunden
  • England: Chips heißen hier die Pommes und sind unverzichtbar für das Nationalgericht Fish ’n‘ Chips
  • Niederlande / Holland: hier kommt auf die Pommes satt Mayonaise und Zwiebelwürfel
  • Kanada: Poutine ist ein sehr beliebtes Fast Food Gericht: Pommes mit Cheddar Käse und Bratensauce darüber
  • Spanien: als Tapas serviert mit Aioli und würziger Tomatensauce; allerdings nicht als Stäbchen, sondern dicke Kartoffelwürfel
  • USA: hier werden Pommes meist nur mit Ketchup gegessen

Wissenswertes

Pommes frites kommen vom französischen „Pommes des terre frites“, was so viel wie „gebackene Erdäpfel“ heißt. Und Erdäpfel ist nur eine andere, auch in manchen Regionen Deutschlands verwendete, Bezeichnung für Kartoffeln.

Andere Begriffe für Pommes Frites sind: „Fritten“ oder einfach nur „Pommes“. In anderen Ländern auch „Fries“ oder „Chips“.

„French Fries“ heißen sie in den USA übrigens,  weil amerikanische Soldaten Belgier beim Essen beobachtet hatten und sich auf Französisch unterhielten.

Historie der Pommes Frites

Die Pommes Frites sind in Belgien erfunden worden und zwar in einem Jahr, in dem die Seen und Flüsse lange Zeit gefroren waren.  Das hatte dazu geführt, dass keine Fischerei möglich war. Fische aber waren eines der wichtigen Nahrungsmittel. Sie wurden üblicherweise in viel Fett ausgebacken. Aus der Not heraus hatte man im betreffenden Jahr aber die Beilage, nämlich die Kartoffeln, fritiert und so die Pommes Frites erfunden.

Diese Geschichte wird von einem Dokument von 1781 beschrieben. Das von einem Joseph Gérard geschriebene Dokument ist zwar historisch teils umstritten, es behauptet aber, dass es die Pommes bereits seit 1680 und zuvor gibt, weil „die Einwohner Kartoffeln in Fischform schneiden und frittieren“, „wenn die Gewässer zugefroren sind und Angeln nur schwer möglich ist“.

 

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