Ardenner Schinken (Jambon d’Ardenne)

Königlich geschützt seit einem Erlaß vom 4.2.1974 und seit 1996 auch europaweit geschützt ist er, der Begriff „Jambon d’Ardenne“ für echten Ardenner Schinken.

Die Herstellung braucht sehr viel Zeit, denn hergestellt nach uralter Tradition wird erst nach frühestens 5 Monaten aus frischen Schinken ein Ardenner Schinken. Ausgesuchtes und auf die Qualität geprüfte Schweinekeulen werden durch Pökeln des Schinkens mit grobem Salz haltbar gemacht. Der Schinken wird nach einer Ruhezeit dann mit Buchenholz oder Eichenholzsägemehl und Wacholderbeeren geräuchert sowie nachfolgend luftgetrocknet. Das Räuchern ist es auch, was zum typischen Geruch und der goldenen Farbe führt.

Für die Trocknung und Reifung des Schinkens spielen im übrigen die klimatischen Gegebenheiten der Ardennen (feuchte, kühle Temperaturen und plötzliche Wetterumschwünge) ebenfalls eine wichtige Rolle, so dass der Ardenner Schinken woanders nicht genau so hergestellt werden kann (und auch nicht darf, wenn er den Namen trägt).

Historie des Ardenner Schinkens

Jahrhundertelang war die Haltbarmachung von Lebensmitteln durch Pöckeln (einsalzen) eine der wenigen Mittel, Fleisch länger haltbar zu machen. So auch für das lange als einzige Fleischsorte in den Ardennen verfügbare Schweinefleisch. Solchermaßen gepöckeltes Fleisch wurde traditionelle Reisenden als Gastmahl vorgesetzt.

Wissenswertes zum Ardenner Schinken

Ardenner Schinken darf sich nur so nennen, wenn er erstens exakt nach den Vorschriften aus dem königlichen Erlass von 1974 hergestellt wurde und zweitens das in der belgischen Provinz Luxemburg oder angrenzenden Kantonen wie Lüttich oder Namur geschehen ist.

Bezugsquellen Ardenner Schinken

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Bildnachweis Hauptbild: HenriDavel / Henry Docquin (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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