Die spanische Chorizo

Bereits weltweit bekannt ist die spanische Chorizo. Man kann sie angebraten als kleines Gericht oder auf dem Brot essen. Die spanische Chorizo ist eine Wurstsorte, die aus grobem Schweinefleisch, Schweinefett, Salz und einer geräucherten Paprika namens Pimentón besteht. Die Chorizo ist entweder scharf oder süß, je nachdem welche Sorte der geräucherten Paprika dabei verwendet wurde. Die Chorizo gibt es in verschiedenen Härtegraden – die harten Würste werden dabei in Spanien als Zwischenmahlzeit gegessen wohingegen die weiche Variation eher zum Kochen verwendet wird. In Spanien gibt es viele regionale Varianten der Chorizo: Manche davon werden geräuchert. Bei den regionalen Varianten werden oftmals auch Kräutermischungen oder Knoblauch zu dem Basisrezept hinzugegeben.

Beim Kauf einer spanischen Chorizo sollte der Einsatzzweck bedacht werden: Soll die Chorizo aufgeschnitten oder zum Kochen verwendet werden? Soll die Chorizo aufgeschnitten werden, sollte man eine Wurst nehmen, die bereits mindestens dreißig Tage Reifezeit hinter sich hat. Möchte man sie jedoch zum Kochen verwenden, sollte man zu einer frischeren Wurst greifen. Frische bedeutet in diesem Fall dass sie nur sieben Tage Reifezeit hinter sich hat. Beide Varianten finden sich in den meisten spanischen Supermärkten.

Die Historie der Chorizo

Töpfchen mit spanischer Tappas aus Spiegelei und gebratenen Chorzio Scheiben
Typisch spanische Tappas mit angebratenen Chorizo Scheiben

Vermutlich kam die Paprikasorte Pimentón im Mittelalter zur Zeit der spanischen Eroberer aus Amerika nach Spanien. Ab diesem Zeitpunkt begann auch die Frühgeschichte der Chorizo. Wie genau ihre Entstehung zustande kam, ist jedoch nicht genau bekannt. Ihre erste urkundliche Erwähnung findet die Chorizo im Jahre 1624.

In Andalusien wurde die Chorizo schon früh als Tapa – also als kleines Beigericht – zum Wein serviert. Heutzutage findet sich die Chorizo nicht nur in der spanischen sondern beispielsweise auch in der südamerikanischen Küche (siehe auch unten).

Wissenswertes zur Chorizo

Die Chorizo hat in Spanien eine Art eigenen Festtag: La Matanza. Im Spätherbst und im Winter reisen viele spanische Familien aus den großen Städten hinaus zu den Dörfern, aus denen sie stammen. Dort kommt dann die ganze Familie zusammen, um ein Schwein selbst zu schlachten und zusammen Chorizos zuzubereiten. Das Ganze ist nicht nur harte Arbeit, sondern auch eine sehr fröhliche Zusammenkunft: Oftmals kommen auch die Nachbarn dazu und es wird bis spät in den Abend gearbeitet und gefeiert.

Varianten der Chorizo weltweit

Auch außerhalb Spaniens sind verschiedene Chorizovarianten bekannt. In Portugal ist die Chorizo ebenfalls sehr beliebt und als chouriço bekannt. Eine berühmte portugiesische Variation versetzt die Chorizo zusätzlich zum Grundrezept noch mit Zwiebelstücken. In Mexiko findet sich sogar noch eine entferntere Variation des ursprünglichen Rezepts. Hier wird für die Füllung nicht nur das klassische Schweinefleisch, sondern beispielsweise auch Rindfleisch oder Hühnerfleisch verwendet.

Inzwischen gibt es in Mexiko sogar vegetarische Varianten der Chorizo mit Tofu und eine „grüne“ Chorizo, die den Grundzutaten grüne Tomaten und Koriander beifügt. Die mexikanische Variante der Chorizo ist auch in den USA sehr beliebt, in Europa ist sie jedoch kaum verbreitet. Weite Teile Südamerikas haben ebenfalls sehr verschiedene eigene Variationen der Chorizo. Teilweise herrscht hier auch eine Erweiterung des Begriffs, denn in vielen südamerikanischen Ländern wird „Chorizo“ für fast alle Wurstsorten verwendet, unabhängig davon, ob es sich um eine tatsächliche Chorizo handelt oder nicht. Möchte man die spanische Chorizo haben, muss man nach der „chorizo español“ fragen. Besonders Bolivien ist hier sehr eigen: Chorizos werden gerne zu Salat serviert.

Eine Überraschung auf der Liste der Länder, die ebenfalls über eine Variante der Chorizo verfügen, ist Indien. Aufgrund der langen Kolonialprägung durch die Portugiesen gibt es in Goa eine eigene Variante der Chorizo. Hier besteht die Chorizo aus Schweinefleisch, Essig, roten Chillies, Knoblauch, Ingwer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Gewürznelken, Pfeffer und Zimt – diese Kombination ist besonders scharf. Auch auf den Philippinen gibt es eine regionale Variante der Chorizo, die mit lokalen Gewürzmischungen verfeinert wird.

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